Erstgespräche buchen lassen, ohne dass jemand um 22 Uhr bucht.
Terminfindung per Nachricht ist der teuerste Teil einer Anfrage: drei Tage Pingpong für eine halbe Stunde. Ein Link in deinen Kalender beendet das, wenn er richtig eingestellt ist.
Das Prinzip: freie Zeiten, nicht freier Kalender
Wer seinen Kalender freigibt, bekommt Termine um 7:30 und um 21:45. Wer Fenster freigibt (Dienstag und Donnerstag 10 bis 12, Mittwoch 14 bis 16), bekommt Termine, die in den Tag passen. Alles außerhalb der Fenster gibt es nicht, egal wie leer der Kalender dort ist. Das ist die wichtigste Einstellung, und sie ist die, die die meisten auslassen.
Drei Regeln, die den Kalender ruhig halten
Vorlauf und Puffer
Kein Termin für heute: mindestens einen Tag Vorlauf. Und zwischen zwei Gesprächen 15 Minuten Luft, sonst stehen drei Erstgespräche Rücken an Rücken, und beim dritten bist du leer.
Freigabe je Terminart
Ein 30-Minuten-Erstgespräch darf sofort gelten. Eine zweistündige Sitzung oder ein Termin vor Ort wartet auf dein Ja. Die Terminart entscheidet, nicht ein Schalter für alles, sonst schaltest du die Automatik aus, weil ein Termin nicht passte, und verlierst alle anderen.
Dein Kalender bleibt die Wahrheit
Der Link liest deinen echten Google-Kalender: Wo ein privater Termin steht, wird nicht gebucht. Ein zweiter Kalender, den man von Hand abgleicht, ist die Doppelbuchung von morgen.
Was nach der Buchung passieren muss
Sofort eine Bestätigung mit Kalendereintrag und Video-Link: wer das nicht bekommt, trägt den Termin nicht ein und vergisst ihn. Vorher eine Erinnerung, genau eine. Und ein Weg, den Termin zu verschieben oder abzusagen, ohne dir zu schreiben: ein Code, ein Klick. Wer absagen muss und keinen Weg hat, erscheint einfach nicht.
Was der Link auf deiner Seite anders macht als Calendly
Calendly und Co. sind gut darin, einen Termin zu finden. Sie wissen nur nichts über die Person: Ob sie schon dreimal gefragt hat, ob sie schon Kundin ist, was sie in der DM geschrieben hat. Im System landet der gebuchte Termin in der Akte der Person, neben ihren Nachrichten, und der Assistent im Chat und auf WhatsApp bucht denselben Kalender, ohne Link. Wer nur einen Terminlink braucht, ist mit Calendly gut bedient. Wer wissen will, wer da eigentlich bucht, braucht die Akte dahinter.
Häufige Fragen
Wie viele Fenster soll ich freigeben?
Weniger, als du gern hättest. Zwei bis drei feste Blöcke pro Woche reichen für die meisten. Ein Kalender mit zwanzig freien Stunden signalisiert „hat nichts zu tun“; einer mit fünf Zeiten signalisiert „hat wenig Zeit, aber die für mich“. Und du behältst Tage ohne Gespräche.
Was mache ich mit Leuten, die buchen und nicht erscheinen?
Erinnerung am Vortag mit Absage-Code: das halbiert die Ausfälle. Wer trotzdem nicht kommt, bekommt einmal eine freundliche Nachricht mit neuem Link; beim zweiten Mal nicht mehr. Im System siehst du in der Akte, wer schon einmal nicht erschienen ist.
Soll das Erstgespräch kostenlos sein?
Für die meisten Coaches und Berater ja: es ist der Moment, in dem Vertrauen entsteht. Aber nenn es nicht „kostenlose Beratung“, sondern „Erstgespräch“: Es dient dem Kennenlernen, nicht dem Lösen des Problems. Wer in dreißig Minuten das Problem löst, hat danach nichts mehr zu verkaufen.
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