DMs beantworten, ohne den Tag zu verlieren.
Anfragen per DM sind die besten, die du bekommst: Die Person hat dich gesehen und will etwas. Und sie sind die, die am schnellsten verloren gehen. Ein Rhythmus, der beides löst.
Warum DMs untergehen
Nicht, weil du faul bist. Weil sie in einer App liegen, die für Unterhaltung gebaut ist, nicht für Arbeit. Zwischen der Anfrage und dem nächsten Reel liegen zwanzig Nachrichten, und die Anfrage rutscht nach unten. Drei Tage später ist sie eine von vierzig, und du weißt nicht mehr, wem du was gesagt hast.
Es hilft nicht, öfter aufs Handy zu schauen. Es hilft, DMs zweimal am Tag zu einer Arbeit zu machen, und alles andere aus der App herauszuholen.
Der Rhythmus: zwei Fenster, drei Sorten
Zwei feste Zeiten am Tag, zum Beispiel 9:30 und 17:00, je zwanzig Minuten. Dazwischen ist die App zu. In den Fenstern sortierst du jede Nachricht in eine von drei Sorten:
Antworten: sofort, in einem Satz
Konkrete Fragen zu Ablauf, Terminen, Voraussetzungen. Zwei Sätze, freundlich, mit dem nächsten Schritt: „Ja, auch für Anfänger. Wenn du magst, buch dir hier ein Erstgespräch: [Link].“ Nicht drei Absätze, die liest niemand im Chat.
Weiterleiten: aus der App heraus
Alles, was mehr als zwei Sätze braucht, gehört nicht in die DM. „Ich schick dir das per Mail, wie erreiche ich dich?“, damit hast du die Adresse, und das Gespräch liegt dort, wo du es wiederfindest.
Danken (und weiter)
Emojis, „toll!“, „danke für das Video“: ein Herz, fertig. Das sind keine Anfragen. Wer hier fünf Minuten formuliert, hat abends keine Zeit für die echten.
Was das mit dem Handy macht
Benachrichtigungen für Instagram aus. Ganz. Wer die zwei Fenster einhält, verpasst nichts, die Nachricht ist um 17:00 noch da. Wer die Benachrichtigungen anlässt, beantwortet DMs beim Abendessen und ärgert sich beim Drehen über die verpasste.
Was ein Assistent übernehmen darf, und was nicht
Auf Instagram selbst darf ein Assistent nicht in deinem Namen antworten: Meta lässt das nicht zu, und es wäre auch falsch: Wer dir auf Instagram schreibt, will dich. Was ein System tun kann, ist mitlesen und zusammenfassen: Morgens siehst du drei Zeilen je Gespräch statt vierzig Nachrichten, und jedes Gespräch liegt in der Akte der Person, auch deine Antworten.
Anders auf WhatsApp und im Chat auf deiner Seite: Dort darf ein Assistent antworten, wenn er sich als Assistent vorstellt. Er beantwortet die drei Standardfragen, bietet das Erstgespräch an und gibt weiter, sobald jemand dich will. Das ist der Teil, der dir die Fenster wirklich kürzt.
Der Satz, der DMs in Termine verwandelt
„Lass uns kurz sprechen, hier kannst du dir eine halbe Stunde aussuchen: [Link].“ Ein Link, der direkt in deinen Kalender führt, ohne Pingpong. Wer den Link hat, bucht. Wer „wann passt es dir?“ liest, antwortet in drei Tagen, oder nie.
Häufige Fragen
Wie schnell muss ich auf eine DM antworten?
Am selben Tag. Nicht in der Minute: das erwartet niemand von einer Person, die auch arbeitet. Aber wer nach 24 Stunden nichts hört, fragt beim nächsten Konto. Zwei feste Fenster am Tag halten das ein, ohne dass du am Handy klebst.
Darf ich mit einer Vorlage antworten?
Ja, wenn sie nicht klingt wie eine. Zwei, drei Bausteine für die häufigsten Fragen, jedes Mal mit einem Wort aus der Nachricht der Person („zu deiner Frage nach dem Start …“). Eine Vorlage, die den Namen und die Frage aufgreift, merkt niemand. Eine, die es nicht tut, jeder.
Was mache ich mit Anfragen, die nicht kaufen wollen, sondern nur fragen?
Antworten, kurz, und in die Akte damit: im System landet jede Anfrage als Interessent, mit dem, was gefragt wurde. Wer heute nur fragt, ist in drei Monaten vielleicht bereit. Dann weißt du noch, was er gefragt hat.
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