Ein Geschenk, das Adressen bringt.
Die meisten Freebies scheitern nicht am Formular, sondern am Geschenk: zu allgemein, zu lang, zu sehr ein Verkaufsprospekt. Und an drei rechtlichen Dingen, die man nachher nicht mehr reparieren kann.
Was ein gutes Geschenk ausmacht
- Es beantwortet eine Frage, nicht zehn. „Die 12 Briefe, die jeder Betrieb braucht“ ist ein Geschenk. „Alles über Kundenkommunikation“ ist ein Kurs, den niemand liest.
- Es ist fertig, nicht erklärt. Eine Vorlage zum Kopieren schlägt einen Leitfaden zum Schreiben. Menschen wollen das Ergebnis, nicht die Anleitung dazu: die Anleitung ist der Grund, warum sie später dich buchen.
- Es beweist, dass du es kannst. Das beste Freebie ist ein Stück deiner echten Arbeit. Wer dein Geschenk benutzt hat, weiß, wie du arbeitest: das ist der Unterschied zu einer PDF mit Tipps.
- Es ist in zehn Minuten benutzt. Ein 40-Seiten-Heft liegt ungelesen im Download-Ordner. Zwölf Vorlagen, jede eine halbe Seite, werden benutzt, und wer benutzt, erinnert sich.
Das Formular: so wenig wie möglich
E-Mail-Adresse. Vorname, wenn du die Mails danach persönlich anreden willst. Keine Telefonnummer: wer sie als Pflichtfeld verlangt, verliert die Hälfte, und die andere Hälfte erwartet den Anruf, den du nicht machen willst. Sag es sogar dazu: „Wir rufen nicht an, deshalb fragen wir auch nicht nach deiner Nummer.“ Das ist ein Verkaufsargument.
Was rechtlich sein muss (und warum man es nicht nachholen kann)
Double-Opt-In
Nach dem Eintragen kommt eine Mail mit Bestätigungslink. Erst der Klick zählt. Ohne ihn darf keine Werbemail raus, und ohne ihn kannst du später nicht beweisen, dass die Adresse wirklich der Person gehört.
Nachweis
Zeitpunkt und IP-Adresse beim Eintragen und beim Bestätigen werden gespeichert. Das ist keine Neugier, das ist der Beweis, den du brauchst, wenn jemand behauptet, er habe sich nie eingetragen. Nachträglich lässt sich das nicht erzeugen.
Abmeldelink in jeder Mail
Ein Klick, ohne Anmeldung, ohne „schade, dass du gehst“-Seite mit drei Rückfragen. Wer sich abmeldet, bleibt als Sperrvermerk in der Liste, sonst schreibst du ihn beim nächsten Import wieder an.
Geschenk und Werbung getrennt
Das Geschenk bekommt jeder, der bestätigt. Die Mail-Reihe danach nur, wer der Werbung zugestimmt hat. Wer beides an ein Häkchen koppelt, bewegt sich in einer Grauzone: es geht, wenn du es offen sagst, aber es geht nicht still.
Nach dem Geschenk: die Reihe
Das Geschenk allein bringt eine Adresse. Was daraus wird, entscheidet die Mail-Reihe danach. Wer die Adresse einsammelt und dann drei Monate nichts schreibt, hat eine Adresse, die ihn vergessen hat.
Häufige Fragen
Wie viele Adressen sind gut?
Die Zahl ist die falsche Frage. Hundert Adressen von Leuten, die genau dein Problem haben, sind mehr wert als zweitausend, die ein Gewinnspiel wollten. Miss stattdessen: Wie viele bestätigen (über 60 % ist gut), und wie viele buchen später ein Gespräch.
Muss ich für das Geschenk eine eigene Landingpage haben?
Nicht zwingend, aber sie hilft: eine Seite, ein Geschenk, ein Formular, ohne Menü, ohne Ablenkung. Für Werbung oder einen Link aus einem Video ist das konkrete Versprechen stärker als eine Übersichtsseite mit allem.
Kann ich mehrere Geschenke anbieten?
Ja, als Bibliothek: einmal eintragen, alles bekommen, und wer schon bestätigt ist, holt sich das nächste Stück ohne neue Bestätigung. Das ist besser als fünf Formulare, und jedes neue Stück ist ein Grund, der Liste zu schreiben.
Weiterlesen
- Die Mail-Reihe nach dem FreebieFünf Mails, ein Aufbau.
- Unsere BibliothekSo sieht das bei uns aus.
- Für Onlinekurs-AnbieterWenn 300 Teilnehmer dieselben Fragen stellen.
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